Vorsicht vor diesen Fehlern

Die 10 häufigsten Fehler in Nebenkostenabrechnungen

Jede zweite Nebenkostenabrechnung enthält Fehler. Diese 10 Fehler kosten Mieter jährlich Millionen Euro. Erkennst du deine Abrechnung wieder?

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Typische Fehler in Nebenkostenabrechnungen
#1

Abrechnungsfrist überschritten

Ersparnis: 100%

Der Vermieter muss die Abrechnung innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums zustellen. Verpasst er diese Frist, kannst du Nachzahlungen verweigern.

Rechtsgrundlage: § 556 Abs. 3 BGB
Beispiel: Abrechnungszeitraum endet am 31.12.2023 → Abrechnung muss bis 31.12.2024 zugestellt sein.
#2

Nicht umlagefähige Kosten

Ersparnis: 50-200€

Viele Vermieter legen Kosten um, die der Mieter nicht tragen muss: Verwaltungskosten, Reparaturen, Instandhaltung oder Bankgebühren.

Rechtsgrundlage: § 2 BetrKV
Beispiel: Verwaltungskosten von 300€ wurden auf Mieter umgelegt → nicht zulässig.
#3

Falscher Verteilerschlüssel

Ersparnis: 80-300€

Die Kosten müssen nach dem im Mietvertrag vereinbarten Schlüssel verteilt werden. Häufig werden falsche Wohnflächen oder Personenzahlen verwendet.

Rechtsgrundlage: § 556a BGB
Beispiel: Wohnung hat 75m², in der Abrechnung stehen aber 82m² → zu viel bezahlt.
#4

Heizkosten nicht nach Verbrauch

Ersparnis: 100-400€

Mindestens 50% der Heizkosten müssen nach Verbrauch abgerechnet werden. Eine reine Umlage nach Wohnfläche ist unzulässig.

Rechtsgrundlage: § 7 HeizkostenV
Beispiel: 100% der Heizkosten werden nach m² verteilt → Verstoß gegen HeizkostenV.
#5

Doppelte Abrechnung von Kosten

Ersparnis: 100-250€

Manche Kosten werden unter verschiedenen Namen doppelt abgerechnet, z.B. 'Hausmeister' und 'Gebäudereinigung' für dieselbe Leistung.

Rechtsgrundlage: § 259 BGB
Beispiel: Hausmeisterkosten + separate Treppenhausreinigung, obwohl der Hausmeister dies erledigt.
#6

Leerstand auf Mieter umgelegt

Ersparnis: 50-150€

Bei Leerstand in anderen Wohnungen darf der Vermieter diese Kosten nicht auf die verbliebenen Mieter umlegen.

Rechtsgrundlage: BGH-Rechtsprechung
Beispiel: Im 10-Parteien-Haus stehen 2 Wohnungen leer → Kosten müssen auf 10, nicht 8 Parteien verteilt werden.
#7

Überhöhte Wasserkosten

Ersparnis: 50-200€

Die Wasserkosten pro m³ liegen deutlich über dem lokalen Durchschnitt oder der Verbrauch ist unrealistisch hoch.

Rechtsgrundlage: § 2 Nr. 2 BetrKV
Beispiel: Wasserpreis 5,50€/m³ bei lokalem Durchschnitt von 3,20€/m³.
#8

Müllgebühren falsch berechnet

Ersparnis: 30-100€

Die Müllgebühren steigen oft stärker als gerechtfertigt oder werden nach einem falschen Schlüssel verteilt.

Rechtsgrundlage: § 2 Nr. 8 BetrKV
Beispiel: Müllkosten steigen um 40% ohne Änderung der Abholintervalle oder Behältergröße.
#9

Stromkosten für Allgemeinstrom

Ersparnis: 20-80€

Nur der Strom für Gemeinschaftsanlagen (Treppenhaus, Aufzug) darf umgelegt werden. Strom für die Verwaltung nicht.

Rechtsgrundlage: § 2 Nr. 11 BetrKV
Beispiel: Stromkosten enthalten auch den Strom für das Hausverwaltungsbüro.
#10

Fehlende Belege und Nachweise

Ersparnis: Variabel

Der Mieter hat das Recht auf Belegeinsicht. Kann der Vermieter keine Belege vorlegen, sind die Kosten anzuzweifeln.

Rechtsgrundlage: § 259 Abs. 1 BGB
Beispiel: Vermieter kann keine Rechnungen für die abgerechneten Gartenpflegekosten vorlegen.

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