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Zwischenablesung bei Auszug: Warum Sie darauf bestehen sollten und wie Sie Fehler in der Nebenkostenabrechnung vermeiden

Hey du, Umzugsstress pur, oder? Kartons packen, Möbel schleppen und dann noch die ganzen Formalitäten... Aber vergiss nicht: Eine Sache ist super wichtig, um später keine bösen Überraschungen zu erleb...

Mister Check
4 Min. Lesezeit
Zwischenablesung bei Auszug: Warum Sie darauf bestehen sollten und wie Sie Fehler in der Nebenkostenabrechnung vermeiden

Hey du, Umzugsstress pur, oder? Kartons packen, Möbel schleppen und dann noch die ganzen Formalitäten... Aber vergiss nicht: Eine Sache ist super wichtig, um später keine bösen Überraschungen zu erleben – die Zwischenablesung bei deinem Auszug! Klingt erstmal kompliziert, ist es aber gar nicht. Ich zeige dir, warum du darauf bestehen solltest und wie du Fehler in deiner Nebenkostenabrechnung vermeidest.

Warum die Zwischenablesung so wichtig ist: Dein Geld ist es wert!

Stell dir vor, du ziehst aus deiner Wohnung aus, und Monate später flattert eine dicke Nebenkostenabrechnung ins Haus. Darauf stehen horrende Summen für Heizung und Wasser, obwohl du doch gar nicht mehr dort wohnst! Das ist natürlich mega ärgerlich.

Der Grund für solche Überraschungen ist oft simpel: Ohne Zwischenablesung wird dein Verbrauch geschätzt oder einfach pauschal auf den Zeitraum verteilt. Das kann dazu führen, dass du für den Verbrauch des Nachmieters mitbezahlst – und das muss wirklich nicht sein!

Zwischenablesung bedeutet: Die Zählerstände für Heizung, Wasser und eventuell Strom werden genau an dem Tag notiert, an dem du deine Wohnung übergibst. So wird dein tatsächlicher Verbrauch bis zum Auszug dokumentiert.

Dein gutes Recht: Darauf hast du Anspruch!

Lass dich nicht abwimmeln! Auch wenn dein Vermieter oder die Hausverwaltung vielleicht versuchen, die Zwischenablesung zu umgehen, hast du ein Recht darauf. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in mehreren Urteilen klargestellt, dass Mieter das Recht auf eine korrekte Abrechnung haben und dass Schätzungen nur in Ausnahmefällen zulässig sind (BGH, Urteil vom 27.11.2009, Az. VIII ZR 157/09).

Merke dir: Du hast das Recht auf eine verbrauchsgenaue Abrechnung. Die Zwischenablesung ist der Schlüssel dazu.

So gehst du vor: Schritt für Schritt zur korrekten Abrechnung

  1. 1.Sprich deinen Vermieter frühzeitig an: Am besten informierst du deinen Vermieter oder die Hausverwaltung schon einige Wochen vor dem Auszug über deinen Wunsch nach einer Zwischenablesung. Vereinbare einen Termin für die Wohnungsübergabe, bei dem die Zählerstände abgelesen werden können.
  1. 2.Bereite dich vor: Mach dir Notizen zu den Zählernummern und Standorten der Zähler. So bist du vorbereitet und findest alles schnell.
  1. 3.Bei der Wohnungsübergabe:
* Geh die Zählerstände gemeinsam durch: Lies die Zählerstände für Heizung, Warmwasser und Kaltwasser (und gegebenenfalls Strom) gemeinsam mit dem Vermieter oder seinem Vertreter ab.
* Fotografiere die Zählerstände: Mach Fotos von den Zählern mit den abgelesenen Ständen. Das ist ein super Beweis, falls es später Unstimmigkeiten gibt.
* Lass dir die Ablesung bestätigen: Bitte den Vermieter oder seinen Vertreter, die abgelesenen Zählerstände und das Datum der Ablesung schriftlich zu bestätigen. Am besten erstellt ihr ein kurzes Übergabeprotokoll, das beide unterschreiben.

  1. 4.Was, wenn der Vermieter sich weigert?
* Biete eine Alternative an: Schlage vor, dass du die Zählerstände selbst abliest und dem Vermieter mitteilst. Biete ihm an, die Fotos der Zählerstände zuzusenden.
* Zeugen hinzuziehen: Lass die Ablesung von einem Zeugen (z.B. einem Freund oder Familienmitglied) bestätigen.
* Schriftliche Aufforderung: Fordere den Vermieter schriftlich (per Einschreiben mit Rückschein) zur Zwischenablesung auf und setze ihm eine Frist.
* Rechtliche Beratung: Wenn alles nichts hilft, solltest du dich rechtlich beraten lassen, z.B. bei einem Mieterverein oder einem Anwalt für Mietrecht.

Typische Fehlerquellen in der Nebenkostenabrechnung (und wie du sie vermeidest!)

Auch mit Zwischenablesung kann es in der Nebenkostenabrechnung zu Fehlern kommen. Hier sind einige typische Fehlerquellen und Tipps, wie du sie erkennst und vermeidest:

  • Falsche Zählerstände: Vergleiche die in der Abrechnung angegebenen Zählerstände mit deinen eigenen Aufzeichnungen und Fotos.
  • Falsche Verteilerschlüssel: Überprüfe, ob die Kosten richtig auf die einzelnen Mieter verteilt wurden. Die Verteilerschlüssel müssen im Mietvertrag oder in der Hausordnung festgelegt sein.
  • Umlagefähige Kosten: Nicht alle Kosten dürfen auf die Mieter umgelegt werden. Reparaturen, Instandhaltungskosten oder Verwaltungskosten dürfen beispielsweise nicht in der Nebenkostenabrechnung auftauchen.
  • Leerstand: Wenn Wohnungen leer standen, dürfen die Kosten für diese Wohnungen nicht auf die anderen Mieter umgelegt werden.
💡
TippLass dir die Originalbelege der Nebenkostenabrechnung zeigen. So kannst du die Kosten genau nachvollziehen und Fehler aufdecken.

Was tun, wenn du Fehler in der Nebenkostenabrechnung entdeckst?

Wenn du Fehler in der Nebenkostenabrechnung findest, solltest du diese innerhalb der Einspruchsfrist (in der Regel 12 Monate nach Erhalt der Abrechnung) schriftlich beim Vermieter beanstanden. Erkläre genau, welche Fehler du gefunden hast und lege Beweise (z.B. Fotos der Zählerstände) bei.

⚠️
WichtigZahle die Nebenkostenabrechnung trotzdem fristgerecht, aber unter Vorbehalt. So vermeidest du Mahnungen und Verzugszinsen.

Fazit: Sei clever und schütze dein Geld!

Die Zwischenablesung bei deinem Auszug ist kein Hexenwerk, sondern eine einfache Möglichkeit, um dich vor unnötigen Kosten zu schützen. Bestehe auf dein Recht, bereite dich gut vor und überprüfe deine Nebenkostenabrechnung sorgfältig. So kannst du sicherstellen, dass du nur für deinen tatsächlichen Verbrauch bezahlst. Und denk dran: Dein Geld ist es wert! Viel Erfolg beim Umzug!

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