Recht

Leerstand: Diese Kosten muss der Vermieter selbst tragen

Leere Wohnungen im Haus? Der Vermieter darf deren Kosten nicht auf die anderen Mieter umlegen.

Mister Check
5 Min. Lesezeit
Leerstand: Diese Kosten muss der Vermieter selbst tragen

Das Grundprinzip: Leerstand ist Vermieter-Risiko

Wenn Wohnungen leer stehen, muss der Vermieter deren Anteil an den Betriebskosten selbst tragen. Er darf diese Kosten nicht auf die verbliebenen Mieter umlegen.

Beispielrechnung

Ausgangssituation:

  • 10 Wohnungen im Haus, 2 stehen leer
  • Gesamtbetriebskosten: 18.000 Euro
  • Dein Anteil (bei gleich großen Wohnungen): 10%
Richtige Berechnung:
  • Dein Anteil: 18.000 × 10% = 1.800 Euro
  • Vermieter trägt Leerstand: 18.000 × 20% = 3.600 Euro selbst
Falsche Berechnung:
  • Vermieter verteilt auf 8 Mieter: 18.000 / 8 = 2.250 Euro pro Mieter
  • Du würdest 450 Euro zu viel zahlen!

So erkennst du den Fehler

Prüfpunkt 1: Gesamtfläche

Vergleiche die Gesamtfläche in der Abrechnung mit der tatsächlichen Gebäudefläche.

Verdächtig: Gesamtfläche ist kleiner als im Vorjahr, obwohl keine Wohnung abgerissen wurde.

Prüfpunkt 2: Dein Anteil

Hat sich dein prozentualer Anteil erhöht, obwohl sich an deiner Wohnung nichts geändert hat?

📋
Beispiel- Vorjahr: 65 qm / 700 qm = 9,3%
  • Dieses Jahr: 65 qm / 630 qm = 10,3%
Die fehlenden 70 qm sind eine leere Wohnung – deren Kosten trägt der Vermieter!

Dein Widerspruch

Bei der Erstellung der Betriebskostenabrechnung wurden leerstehende Einheiten nicht berücksichtigt. Der Leerstandsanteil muss vom Vermieter getragen werden. Ich widerspreche der Berechnung und bitte um Korrektur unter Berücksichtigung der tatsächlichen Gesamtfläche.

Mister Check vergleicht die Gesamtflächen und erkennt, wenn Leerstand auf Mieter umgelegt wird!

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