Heizkosten

Heizkostenabrechnung bei Fußbodenheizung: Spezielle Messmethoden und typische Fehler, die Mieter kennen sollten

Hey du, Fußbodenheizung ist echt 'ne feine Sache, oder? Warme Füße im Winter, das hat was! Aber wenn dann die Heizkostenabrechnung kommt, kann die Freude schne...

Mister Check
5 Min. Lesezeit
Heizkostenabrechnung bei Fußbodenheizung: Spezielle Messmethoden und typische Fehler, die Mieter kennen sollten

Hey du,

Fußbodenheizung ist echt 'ne feine Sache, oder? Warme Füße im Winter, das hat was! Aber wenn dann die Heizkostenabrechnung kommt, kann die Freude schnell getrübt sein. Gerade bei Fußbodenheizungen gibt's nämlich ein paar Besonderheiten, die du kennen solltest, damit du nicht über den Tisch gezogen wirst. Lass uns mal gemeinsam durch den Dschungel der Heizkostenabrechnung für Fußbodenheizungen kämpfen!

Die Sache mit der Messung: Wie wird dein Verbrauch erfasst?

Anders als bei herkömmlichen Heizkörpern, wo du oft einfach einen Heizkostenverteiler dran hast, ist die Messung bei Fußbodenheizungen ein bisschen kniffliger. Denn die Wärme wird ja über eine große Fläche abgegeben. Es gibt verschiedene Methoden, die zum Einsatz kommen können:

  • Heizkostenverteiler (HKV) nach dem Verdunstungsprinzip: Ja, auch bei Fußbodenheizungen können HKV eingesetzt werden. Allerdings sind die nicht direkt an der Heizfläche angebracht, sondern an den Heizkreisverteilern. Jeder Heizkreis (also die einzelnen Schleifen der Fußbodenheizung) hat einen eigenen Verteiler, und an dem sitzt dann der HKV. Dieser misst die Wärmeabgabe über die Verdunstung einer Flüssigkeit. Je wärmer es ist, desto schneller verdunstet die Flüssigkeit. Am Ende der Heizperiode wird abgelesen, wie viel verdunstet ist, und daraus wird dein Verbrauch berechnet.
  • Wärmezähler (oder Heizmengenzähler): Das ist die genauere Methode. Hier wird die tatsächlich verbrauchte Wärmemenge direkt gemessen. Ein Wärmezähler misst, wie viel Wärme in den Heizkreislauf hineinfließt. Das ist wie ein Wasserzähler für dein Warmwasser, nur eben für die Wärme.
  • Pauschale Abrechnung: Achtung! Das ist eigentlich nur in Ausnahmefällen zulässig, zum Beispiel, wenn eine Messung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich unzumutbar ist. Dann muss dein Vermieter dir aber auch nachweisen, dass es wirklich keine andere Lösung gibt!
Es ist super wichtig, dass du weißt, welche Messmethode bei dir angewendet wird. Dein Vermieter muss dir das nämlich in der Abrechnung mitteilen.

Typische Fehlerquellen: Worauf du achten musst

So 'ne Heizkostenabrechnung kann ganz schön komplex sein. Hier sind ein paar typische Fehler, die besonders bei Fußbodenheizungen auftreten können:

  • Falsche Gerätekosten: Dein Vermieter darf dir die Kosten für die Anschaffung und Wartung der Messgeräte in Rechnung stellen. Aber Achtung: Die Kosten müssen angemessen sein. Wenn du das Gefühl hast, die sind viel zu hoch, frag nach!
  • Falsche Ablesewerte: Klar, kann passieren! Prüf, ob die abgelesenen Werte plausibel sind. Haben sich deine Heizgewohnheiten im Vergleich zum Vorjahr stark geändert? Wenn ja, sollte sich das auch in der Abrechnung widerspiegeln. Wenn nicht, solltest du nachhaken.
  • Fehlende oder falsche Eichung der Messgeräte: Die Messgeräte müssen regelmäßig geeicht werden, damit sie auch richtig messen. Die Eichfristen sind gesetzlich festgelegt. Dein Vermieter muss dir auf Anfrage die Eichprotokolle vorlegen können.
  • Falsche Verteilungsschlüssel: Die Gesamtkosten werden ja nicht einfach durch die Anzahl der Wohnungen geteilt. Stattdessen gibt es verschiedene Verteilungsschlüssel, die zum Einsatz kommen. Ein Teil der Kosten wird in der Regel nach Verbrauch abgerechnet, ein anderer Teil nach Wohnfläche. Der genaue Verteilungsschlüssel muss in deinem Mietvertrag stehen.
  • Wärmebrücken: Gerade bei älteren Gebäuden kann es Wärmebrücken geben, also Stellen, an denen besonders viel Wärme verloren geht. Das kann zum Beispiel an schlecht isolierten Fenstern oder Außenwänden liegen. Wenn du in so einer Wohnung wohnst, kann es sein, dass du mehr heizen musst, um die gleiche Temperatur zu erreichen wie deine Nachbarn. Das solltest du bei der Abrechnung berücksichtigen!
  • Unzureichende Dämmung: Ähnlich wie bei Wärmebrücken kann auch eine unzureichende Dämmung dazu führen, dass du mehr heizen musst. Dein Vermieter ist grundsätzlich verpflichtet, das Gebäude in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten. Wenn die Dämmung schlecht ist, solltest du ihn darauf ansprechen.

Praxisbeispiel: Familie Müller und die hohe Heizkostenabrechnung

Familie Müller wohnt in einem Mehrfamilienhaus mit Fußbodenheizung. du haben ihre Heizkostenabrechnung bekommen und sind ganz schön erschrocken: 1.200 Euro Nachzahlung!

du haben mal genauer hingeschaut und festgestellt:

  • Die Kosten für die Messgeräte erscheinen ihnen sehr hoch.
  • Die Ablesewerte sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, obwohl sie gar nicht mehr geheizt haben.
  • In ihrer Wohnung zieht es ganz schön, weil die Fenster nicht richtig dicht sind.
Familie Müller hat sich daraufhin an ihren Vermieter gewendet und um eine Erklärung gebeten. Nach einigen Diskussionen hat der Vermieter eingelenkt und die Abrechnung korrigiert. Es stellte sich heraus, dass es tatsächlich einen Fehler bei der Ablesung gab und dass die Fenster dringend repariert werden müssen. Am Ende musste Familie Müller nur noch 600 Euro nachzahlen.

Deine Checkliste für die Heizkostenabrechnung mit Fußbodenheizung

Damit du nicht den Überblick verlierst, hier eine kleine Checkliste:

PunktWas du tun solltest
Messmethode prüfenSteht in der Abrechnung, welche Messmethode verwendet wurde? Wenn nicht, frag deinen Vermieter!
Gerätekosten checkenSind die Kosten für die Messgeräte angemessen? Vergleich mit anderen Abrechnungen kann helfen.
Ablesewerte überprüfenSind die Ablesewerte plausibel? Haben sich deine Heizgewohnheiten geändert?
Eichung kontrollierenSind die Messgeräte geeicht? Frag nach den Eichprotokollen!
Verteilungsschlüssel prüfenStimmt der Verteilungsschlüssel mit deinem Mietvertrag überein?
Wärmebrücken/Dämmung berücksichtigenGibt es Wärmebrücken oder eine schlechte Dämmung in deiner Wohnung? Sprich mit deinem Vermieter!
Fristen beachtenDu hast zwölf Monate Zeit, um die Abrechnung zu prüfen und Einspruch einzulegen.
Belegeinsicht fordernDu hast das Recht, die Originalbelege einzusehen. Nutze dieses Recht, um die Abrechnung besser zu verstehen! (siehe § 259 BGB)

Fazit: Lass dich nicht über den Tisch ziehen!

Du siehst, die Heizkostenabrechnung bei Fußbodenheizungen kann ganz schön knifflig sein. Aber keine Panik! Mit ein bisschen Aufmerksamkeit und der richtigen Strategie kannst du sicherstellen, dass du nicht zu viel zahlst. Prüf deine Abrechnung sorgfältig, scheue dich nicht, Fragen zu stellen, und nutz dein Recht auf Belegeinsicht. Und wenn du dir unsicher bist, hol dir am besten professionelle Hilfe.

Und wenn du dich fragst, wer dir bei all dem helfen kann, dann schau doch mal bei Mister Check vorbei. Die kennen sich aus und helfen dir gerne weiter! Bleib cool und lass dich nicht abzocken!

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