Ruhe bewahren und prüfen
Eine hohe Nachzahlung bedeutet nicht automatisch, dass du zahlen musst. Viele Abrechnungen enthalten Fehler.
Schritt 1: Nachzahlung auf Plausibilität prüfen
Vergleich mit dem Vorjahr
| Position | Vorjahr | Dieses Jahr | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Heizkosten | 800 Euro | 1.200 Euro | +50% |
| Wasser | 300 Euro | 320 Euro | +7% |
| Hausmeister | 180 Euro | 400 Euro | +122% (!) |
Vergleich mit den Vorauszahlungen
- •Monatliche Vorauszahlung: 150 Euro
- •Jahresvorauszahlung: 1.800 Euro
- •Tatsächliche Kosten: 2.400 Euro
- •Nachzahlung: 600 Euro
Schritt 2: Formelle Prüfung
Ist die Abrechnung überhaupt gültig?
- •Abrechnungsfrist eingehalten? (12 Monate)
- •Alle Pflichtangaben vorhanden?
- •Keine Sammelpositionen?
- •Verteilerschlüssel nachvollziehbar?
Schritt 3: Inhaltliche Prüfung
- •Sind alle Kosten umlagefähig?
- •Stimmt dein Anteil?
- •Sind Rechenfehler enthalten?
Wichtig: Zahlen unter Vorbehalt
Auch wenn du widersprichst, musst du die Nachzahlung erst einmal zahlen – aber unter Vorbehalt.
So formulierst du das:
"Die Nachzahlung in Höhe von [Betrag] Euro überweise ich unter dem Vorbehalt der Rückforderung, sofern mein Widerspruch vom [Datum] berechtigt ist."
Typische Ursachen für hohe Nachzahlungen
- 1.Energiepreissteigerungen (leider oft berechtigt)
- 2.Zu niedrige Vorauszahlungen
- 3.Falsche Berechnung oder Verteilerschlüssel
- 4.Nicht umlagefähige Kosten
- 5.Abrechnungsfehler
Mister Check findet die Ursache deiner hohen Nachzahlung und zeigt dir, was du sparen kannst!
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