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Hohe Nachzahlung erhalten? Das solltest du jetzt tun

Schock im Briefkasten: Eine saftige Nachzahlung. So gehst du systematisch vor.

Mister Check
7 Min. Lesezeit
Hohe Nachzahlung erhalten? Das solltest du jetzt tun

Ruhe bewahren und prüfen

Eine hohe Nachzahlung bedeutet nicht automatisch, dass du zahlen musst. Viele Abrechnungen enthalten Fehler.

Schritt 1: Nachzahlung auf Plausibilität prüfen

Vergleich mit dem Vorjahr

PositionVorjahrDieses JahrVeränderung
Heizkosten800 Euro1.200 Euro+50%
Wasser300 Euro320 Euro+7%
Hausmeister180 Euro400 Euro+122% (!)
Starke Steigerungen (über 20%) solltest du hinterfragen.

Vergleich mit den Vorauszahlungen

  • Monatliche Vorauszahlung: 150 Euro
  • Jahresvorauszahlung: 1.800 Euro
  • Tatsächliche Kosten: 2.400 Euro
  • Nachzahlung: 600 Euro
Frage: Warum wurde die Vorauszahlung nicht angepasst, wenn die Kosten so stark gestiegen sind?

Schritt 2: Formelle Prüfung

Ist die Abrechnung überhaupt gültig?

  • Abrechnungsfrist eingehalten? (12 Monate)
  • Alle Pflichtangaben vorhanden?
  • Keine Sammelpositionen?
  • Verteilerschlüssel nachvollziehbar?

Schritt 3: Inhaltliche Prüfung

  • Sind alle Kosten umlagefähig?
  • Stimmt dein Anteil?
  • Sind Rechenfehler enthalten?

Wichtig: Zahlen unter Vorbehalt

Auch wenn du widersprichst, musst du die Nachzahlung erst einmal zahlen – aber unter Vorbehalt.

So formulierst du das:

"Die Nachzahlung in Höhe von [Betrag] Euro überweise ich unter dem Vorbehalt der Rückforderung, sofern mein Widerspruch vom [Datum] berechtigt ist."

Typische Ursachen für hohe Nachzahlungen

  1. 1.Energiepreissteigerungen (leider oft berechtigt)
  2. 2.Zu niedrige Vorauszahlungen
  3. 3.Falsche Berechnung oder Verteilerschlüssel
  4. 4.Nicht umlagefähige Kosten
  5. 5.Abrechnungsfehler

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