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Nebenkostenabrechnung prüfen: Die ultimative Checkliste

Mit unserer Checkliste findest du jeden Fehler in deiner Nebenkostenabrechnung. 10 Punkte, die du unbedingt kontrollieren solltest.

Mister Check
8 Min. Lesezeit
Nebenkostenabrechnung prüfen: Die ultimative Checkliste

Warum du deine Nebenkostenabrechnung prüfen solltest

Studien zeigen, dass jede zweite Nebenkostenabrechnung fehlerhaft ist. Als Mieter hast du das Recht und die Pflicht, die Abrechnung innerhalb von 12 Monaten zu prüfen.

Beispiel aus der Praxis: Familie Müller aus Hamburg erhielt eine Nachforderung von 850 Euro. Nach genauer Prüfung stellte sich heraus: Der Vermieter hatte Verwaltungskosten von 420 Euro mit abgerechnet – das ist nicht erlaubt! Ergebnis: Statt 850 Euro Nachzahlung gab es 230 Euro Guthaben.


Die 10-Punkte-Checkliste

1. Abrechnungszeitraum prüfen

Der Abrechnungszeitraum darf maximal 12 Monate betragen.

💡
TippSchau auf das Start- und Enddatum. Steht dort z.B. "01.01. bis 31.12." ist alles in Ordnung.

2. Abrechnungsfrist kontrollieren

Die Abrechnung muss innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums bei dir ankommen.

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BeispielAbrechnungszeitraum endet am 31.12. – dann muss die Abrechnung spätestens am 31.12. des Folgejahres bei dir sein. Kommt sie später, musst du Nachforderungen nicht zahlen!

3. Gesamtkosten nachvollziehen

Alle Kostenpositionen müssen einzeln aufgeführt sein – keine Sammelposten!

PositionRichtigFalsch
Heizkosten2.400 Euro-
Wasser890 Euro-
"Sonstige Kosten"-1.200 Euro

4. Verteilerschlüssel verstehen

Der Verteilerschlüssel zeigt, wie die Kosten auf alle Mieter verteilt werden.

Die häufigsten Schlüssel:

  • Nach Wohnfläche (qm)
  • Nach Personenzahl
  • Nach Wohneinheiten
  • Nach Verbrauch (bei Heizung/Wasser)

5. Umlagefähige Kosten prüfen

Diese Kosten darf dein Vermieter umlegen:

  • Grundsteuer
  • Wasser und Abwasser
  • Heizung
  • Müllabfuhr
  • Hausmeister (nur Betriebskosten!)
  • Gartenpflege
Diese Kosten darf er NICHT umlegen:
  • Verwaltungskosten
  • Reparaturen
  • Instandhaltung
  • Bankgebühren

6. Vorauszahlungen abgleichen

Vergleiche die angegebenen Vorauszahlungen mit deinen Kontoauszügen oder Mietverträgen.

7. Rechnerische Korrektheit

Rechne nach! Stimmen alle Summen? Ist dein Anteil korrekt berechnet?

Beispiel-Rechnung:

  • Gesamtkosten Wasser: 3.600 Euro
  • Gesamtwohnfläche: 720 qm
  • Deine Wohnfläche: 72 qm
  • Dein Anteil: 72/720 = 10% = 360 Euro

8. Heizkosten nach Verbrauch

Mindestens 50% der Heizkosten müssen nach deinem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet werden – nicht nur nach Wohnfläche!

9. Belegeinsicht nutzen

Du hast das Recht, alle Originalbelege (Rechnungen, Verträge) einzusehen. Nutze es!

10. Fristen beachten

Du hast 12 Monate Zeit für einen Widerspruch ab Erhalt der Abrechnung.


Fazit

Eine gründliche Prüfung lohnt sich. Durchschnittlich können Mieter 320 Euro pro Abrechnung zurückfordern.

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