Heizkosten

Warmwasserbereitung über Durchlauferhitzer: So berechnen Sie Ihren Warmwasserverbrauch richtig und erkennen Fehler in der Heizkostenabrechnung!

Na, wieder mal Bauchschmerzen wegen deiner Nebenkostenabrechnung? Besonders die Warmwasserkosten können ganz schön ins Geld gehen, vor allem wenn du einen Durchlauferhitzer hast. Aber keine Panik, wir...

Mister Check
5 Min. Lesezeit
Warmwasserbereitung über Durchlauferhitzer: So berechnen Sie Ihren Warmwasserverbrauch richtig und erkennen Fehler in der Heizkostenabrechnung!

Na, wieder mal Bauchschmerzen wegen deiner Nebenkostenabrechnung? Besonders die Warmwasserkosten können ganz schön ins Geld gehen, vor allem wenn du einen Durchlauferhitzer hast. Aber keine Panik, wir kriegen das hin! In diesem Ratgeber zeige ich dir, wie du deinen Warmwasserverbrauch realistisch einschätzen, Fehler in der Abrechnung entdecken und so bares Geld sparen kannst. Los geht's!

Warmwasser aus dem Durchlauferhitzer: Teurer Spaß?

Klar, Warmwasser ist super! Aber gerade wenn es durch einen Durchlauferhitzer erzeugt wird, kann es teuer werden. Der Durchlauferhitzer heizt das Wasser nämlich erst dann auf, wenn du es brauchst. Das ist zwar praktisch, aber auch energieintensiv, weil er jedes Mal die volle Leistung bringen muss. Im Gegensatz zu einer zentralen Warmwasserversorgung, wo das Wasser in einem Speicher vorgehalten wird, fallen hier also die Kosten direkt in deiner Wohnung an.

Das bedeutet aber auch: Du hast es in der Hand, deinen Verbrauch zu beeinflussen!

Dein Warmwasserverbrauch: Was ist realistisch?

Bevor du dich in die Abrechnung stürzt, ist es gut zu wissen, wie viel Warmwasser du eigentlich verbrauchst. Die Heizkostenverordnung gibt da zwar Richtwerte, aber die sind oft sehr allgemein. Dein persönlicher Verbrauch hängt von deinen Gewohnheiten ab.

Hier ein paar Anhaltspunkte, die dir helfen können, deinen Verbrauch besser einzuschätzen:

  • Duschen: Eine 5-minütige Dusche verbraucht etwa 50-75 Liter Wasser.
  • Baden: Eine volle Badewanne schluckt ca. 120-150 Liter.
  • Händewaschen: Kurzes Händewaschen: ca. 2-3 Liter, gründliches Waschen: ca. 5 Liter.
  • Abwaschen: Ein Spülgang in der Spüle (ohne Spülmaschine) benötigt etwa 10-20 Liter.
💡
TippFühre doch mal eine Woche lang ein "Warmwasser-Tagebuch"! Notiere, wie oft du duschst, badest, wie lange du den Wasserhahn laufen lässt usw. So bekommst du ein Gefühl für deinen tatsächlichen Verbrauch.
⚠️
WichtigBerücksichtige auch die Personenzahl im Haushalt. Je mehr Leute mit Warmwasser versorgt werden müssen, desto höher ist der Gesamtverbrauch.

Die Heizkostenabrechnung: Aufgepasst bei Durchlauferhitzern!

Jetzt wird's spannend: die Abrechnung! Hier sind die wichtigsten Punkte, auf die du achten solltest, wenn du einen Durchlauferhitzer hast:

  1. 1.Gesamtkosten für Warmwasser: Schau dir genau an, wie hoch die Gesamtkosten für die Warmwasserbereitung sind. Diese werden in der Regel nach dem gemessenen Verbrauch auf die einzelnen Mieter verteilt.
  1. 2.Dein Warmwasserverbrauch in kWh: Dein Verbrauch wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Dieser Wert wird anhand des Wasserzählers und der Temperaturdifferenz zwischen kaltem und warmem Wasser berechnet.
  1. 3.Der Warmwasseranteil in den Heizkosten: Ein Teil der Heizkosten wird oft anteilig für die Warmwasserbereitung berechnet. Hier solltest du prüfen, ob der Anteil realistisch ist.
  1. 4.Messfehler erkennen: Hier wird es knifflig. Ein defekter oder falsch abgelesener Wasserzähler kann zu erheblichen Fehlern führen. Achte darauf, ob dein Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr stark abweicht, ohne dass sich deine Gewohnheiten geändert haben.
Praxis-Check:

  • Vergleich mit Vorjahresabrechnung: Ist dein Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen oder gesunken? Wenn ja, versuche, eine plausible Erklärung dafür zu finden.
  • Überprüfe die Zählerstände: Sind die abgelesenen Zählerstände korrekt? Vergleiche sie mit deinen eigenen Notizen (falls du welche gemacht hast) oder bitte deinen Vermieter um Einsicht in die Ableseunterlagen.
  • Achte auf Rechenfehler: Überprüfe die Berechnungen in der Abrechnung. Stimmen die angegebenen Kosten pro kWh? Wurde dein Verbrauch korrekt mit dem Preis multipliziert?

Fehler gefunden? So gehst du vor!

Du hast den Verdacht, dass in deiner Abrechnung etwas nicht stimmt? Keine Panik!

  1. 1.Sprich mit deinem Vermieter: Der erste Schritt sollte immer ein Gespräch mit deinem Vermieter sein. Erkläre ihm deine Zweifel und bitte um eine Erläuterung der Abrechnung. Oft lassen sich Unstimmigkeiten so schon ausräumen.
  1. 2.Fordere Einsicht in die Belege: Du hast das Recht, die Originalbelege zur Abrechnung einzusehen. Das können Rechnungen für die Energielieferung, Wartungsverträge oder Ableseprotokolle sein.
  1. 3.Schriftlicher Widerspruch: Wenn du nach der Klärung mit deinem Vermieter immer noch Zweifel hast, solltest du schriftlich Widerspruch gegen die Abrechnung einlegen. Begründe deinen Widerspruch ausführlich und nenne die konkreten Punkte, die du beanstandest.
  1. 4.Mieterverein oder Anwalt: Wenn du alleine nicht weiterkommst, kannst du dich an einen Mieterverein oder einen Anwalt für Mietrecht wenden. Die können dir helfen, deine Rechte durchzusetzen.
BGH-Urteil im Hinterkopf: Der Bundesgerichtshof hat in mehreren Urteilen (z.B. BGH, Urteil vom 17.11.2004, VIII ZR 116/04) klargestellt, dass die Abrechnung für dich als Mieter verständlich und nachvollziehbar sein muss. Bei Unklarheiten oder Fehlern ist der Vermieter in der Pflicht, diese zu beseitigen.

Spartipps für Warmwasser aus dem Durchlauferhitzer:

  • Duschen statt baden: Eine Dusche verbraucht deutlich weniger Wasser als ein Vollbad.
  • Kurz duschen: Versuche, deine Duschzeit zu verkürzen. Jede Minute weniger spart bares Geld.
  • Sparduschkopf: Ein Sparduschkopf reduziert den Wasserdurchfluss, ohne dass du auf Komfort verzichten musst.
  • Wasserhahn nicht unnötig laufen lassen: Beim Zähneputzen oder Einseifen den Wasserhahn abdrehen.
  • Repariere tropfende Wasserhähne: Ein tropfender Wasserhahn kann über das Jahr hinweg eine erhebliche Menge Wasser verschwenden.
  • Durchlauferhitzer richtig einstellen: Stelle die Temperatur des Durchlauferhitzers nicht zu hoch ein. Oft reichen 38-40 Grad Celsius aus.

Fazit: Warmwasserkosten im Griff haben

Die Warmwasserkosten bei einem Durchlauferhitzer sind oft ein Ärgernis, aber mit ein bisschen Aufmerksamkeit und den richtigen Tipps kannst du deinen Verbrauch senken und Fehler in der Abrechnung erkennen. Überprüfe regelmäßig deine Abrechnung, hinterfrage Unstimmigkeiten und scheue dich nicht, deine Rechte als Mieter geltend zu machen. So behältst du die Kontrolle über deine Heizkosten und sorgst für eine faire Abrechnung! Und denk dran: Jeder gesparte Liter Warmwasser schont nicht nur deinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt! Viel Erfolg!

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